Erläuterungen zum Jahresabschluss

Sehr geehrte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger

Der Gemeinderat hat an der Sitzung vom 12. Mai 2025 die Jahresrechnung 2024, welche nach den Vorgaben des Harmonisierten Rechnungslegungsmodells 2 (HRM2) geführt wird, genehmigt.

Die Rechnung 2024 schliesst mit einem Verlust von CHF 228’836.42 (Vorjahr Verlust von CHF 37’191.14) ab. Budgetiert war ein Verlust von CHF 112’000.00. Somit hat die Rechnung gegenüber dem Budget um CHF 116’836.42 schlechter abgeschlossen.

Folgende grösseren Abweichungen führten zum Ergebnis der Erfolgsrechnung ( – positiv / + negativ gegenüber Budget 2024).

Bitte beachten Sie, dass der Vollständigkeit halber die Abweichungen der gebührenfinanzierten Funktionen (markiert mit *) ebenfalls aufgeführt werden, jedoch auf das Rechnungsergebnis keinen Einfluss haben, da das Ergebnis dieser Funktionen mit der jeweiligen Spezialfinanzierung ausgeglichen wird.

Erfolgsrechnung

Aufwand

Funktion Bemerkung Betrag in CHF
0120 Erhöhung Pensum GP / Mehraufwand Gemeinderat 15’700
0222 Mehraufwände für die Überprüfung der Abwasserpläne und Einmass der Leitungen auf Baustellen infolge hoher Planungs- und Bautätigkeit. 22’200
4120 Restkostenfinanzierung stationäre Langzeitpflege ist höher als erwartet ausgefallen. Wir erhalten diese Rechnung vom Kanton und können deren Höhe nicht beeinflussen. 12’800
4210 Höhere Restkosten Spitex Lauchetal infolge starker Zunahme der Klientenanzahl. 47’600
5120 Case Management wurde intensiviert (34’700). Schlussrechnung IPV des Kantons ist höher als erwartet ausgefallen (11’800). 46’500
5430 Minderaufwand Alimentenbevorschussung + weniger Forderungsverluste -24’300
5441 Kindesschutzmassnahmen 26’400
5451 Familienergänzende Kinderbetreuung tiefer als erwartet -17’700
5720 Weniger Fälle Wirtschaftliche Hilfe -20’300
5730 Weniger Fälle im Asylwesen -14’800
5732 Weniger Fälle Schutzstatus S -62’500
6150 Günstigere Vergabe + Reduktion Umfang Bauprojekt Sonnenhalde (-19’500), weniger Strassenunterhaltsarbeiten (-8’100) und tiefer Stromankauf für Strassenbeleuchtung aufgrund LED-Umstellung (-8’100). Ausserplanmässige Anstellung Werkhofmitarbeiter (7’700). -28’000
7100 Für die Dienstbarkeiten der Brunnenparzellen (Hauptstr. 60 + Winkelstr. 17) wurde weniger als erwartet benötigt. -9’200
7101* Es war weniger Unterhalt als erwartet nötig (-39’400) und es musste weniger Wasser eingekauft werden, da weniger bezogen wurde (-7’900). -47’300
7201* Der Aufwand Abschluss GEP ist höher als angenommen ausgefallen (22’700). Zudem Mehraufwände in der Nachführung des Leitungskataster aufgrund hoher Bautätigkeit (11’400). 34’100
7301* Projektverzögerungen führten zu tieferem Aufwand -34’100
7410 Mehraufwand Entfernung Biberbauten (8’100) und Ing. Leistungen für Ausscheidung Gewässerraum (11’500). 19’600
7710 Weniger Todesfälle -6’500
8120* Ausserplanmässige Anschaffung Planierschild (15’300). Zudem musste aufgrund des erhöhten Flurstrassenunterhalts mehr Strassenkies angeschafft (11’800). 27’100
8711* Projekt Smart Meter 2. Tranche konnte noch nicht abgeschlossen werden, daher wurde das Projekt noch nicht aktiviert und deshalb gibt es noch keine Abschreibungen (-22’900). Zudem waren weniger Unterhaltsarbeiten und Kontrollen nötig (-17’100 / -11’200). Weiter musste aufgrund vieler neuer PV-Anlagen im Dorf, weniger Strom als erwartet eingekauft werden (-26’000). Jedoch wurden bereits einige Planungsprojekte früher als erwartet gestartet (26’000). -51’200
8712* Aufgrund vieler neuer PV-Anlagen im Dorf, musste weniger Strom als erwartet eingekauft werden (-90’600). Jedoch kam es zu Mehrkosten bei den Energielieferungsdienstleistungen (11’900). -78’700
9100 Das Delkredere (Wertberichtigungskonto für die aus Erfahrung geschätzten Zahlungsausfälle) wurde gesenkt. -6’600
9300 Anteil an Finanzausgleich ist tiefer ausgefallen -7’100

Ertrag

Funktion Bemerkung Betrag in CHF
0222 Mindereinnahmen Baubewilligungsgebühren. Mehr kleine und weniger grosse Baubewilligungen. 7’400
1500* Mehreinnahmen Feuerwehrersatzabgabe -15’400
5720 Mehr Rückvergütungen + Beiträge als erwartet -36’700
5730 Mehr Rückvergütungen (-12’000) als erwartet. Jedoch hat man weniger Staatsbeiträge erhalten (52’000). 40’000
5732 Mehr Rückvergütungen Fälle Schutzstatus S als erwartet (-17’500), jedoch sind die Staatsbeiträge tiefer ausgefallen (95’200). 77’700
7201* Zum Zeitpunkt der Budgeterstellung wurde davon ausgegangen, dass der neue Tarif für die Kanalisationsgebühren per 1.1.2024 in Kraft gesetzt wird. Schlussendlich konnte dieser jedoch erst per 1.1.2025 in Kraft gesetzt werden. 25’800
8711* Aufgrund vieler neuer PV-Anlagen im Dorf, konnte weniger Strom als erwartet verkauft werden. 78’900
8712* Aufgrund vieler neuer PV-Anlagen im Dorf, konnte weniger Strom als erwartet verkauft werden. 210’800
9100 Mehreinnahmen Quellensteuern (-54’900) Mehreinnahmen Steuern JP Vorjahre (-53’900) Mindereinnahmen Steuern NP (125’600) 16’800
9500 Mindereinnahmen Grundstückgewinnsteuer 58’900

Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von CHF 571’237.88 aus. Budgetiert war eine Nettoinvestition von CHF 185’400. Dies ergibt eine um 385’837.88 höhere Nettoinvestition als budgetiert. Hauptgrund für diese Abweichung ist, dass aufgrund Verzögerungen bei diversen Bauprojekten im Dorf die Anschlussgebühren noch nicht wie geplant in Rechnung gestellt werden konnten.

Aktivierte Investitionen:

INV00044 – Kanalisationserweiterung Bilchen, Bahnhof- und Hauptstr.
Man hat wesentlich weniger Altlasten als erwartet vorgefunden, damit sind die Entsorgungskosten tiefer ausgefallen. Somit konnte das Projekt um rund CHF 470’800 günstiger abgeschlossen werden.

INV00047 – Sanierung Bahnhofstrasse und -platz
Das Projekt konnte um rund CHF 11’800 günstiger abgeschlossen werden. Zudem hat sich die SBB noch mit CHF 21’000 an den Kosten beteiligt. Somit konnte man schlussendlich sogar mit rund CHF 32’800 unter Budget abschliessen.

INV00049 – Bauprojekt Hochwasserschutz 2. Etappe

INV00066 – Sanierung EW-Leitungen Alpenblick


INV00072 – Bahnquerung Bahnhof-Alpenblick – W
V
Während des Projektverlaufs hat sich aufgrund der Dimensionen und den örtlichen Gegebenheiten herausgestellt, dass das gewählte Verfahren (Spülvortrieb) für die Querung nicht möglich ist und es musste auf ein kostenintensiveres Verfahren (Pressvortrieb) gewechselt werden, was zu Mehrkosten von rund CHF 37’800 geführt hat (GR-Beschluss vom 30.10.2023).

INV00073 – Bahnquerung Bahnhof-Alpenblick – EW

0CHF
Nettoschuld / Nettovermögen pro Einwohner in CHF exkl. Werkbetriebe

Betrieblicher Aufwand

1 Personalaufwand

2 Sach- und übriger Betriebsaufwand

3 Abschreibungen Verwaltungsvermögen

4 Einlagen in die Fonds und Spezialfinanzierungen

5 Transferaufwand

6 Durchlaufende Beiträge

7 Finanzaufwand

8 Ausserordentlicher Aufwand